Wie klingt Hamburgs Nacht – und wer darf sie prägen? Der neue Club-Check zeigt: Noch immer stehen überwiegend männlich* gelesene Acts auf den Bühnen der Stadt. Zwischen 2022 und 2025 lag ihr Anteil bei über 83 %, weiblich* gelesene Acts stehen bei 16 %, nicht-binäre Künstler:innen blieben mit < 1% nahezu unsichtbar. Hinter diesen Zahlen verbergen sich strukturelle Barrieren: stereotype Genre-Zuschreibungen, fehlende Förderprogramme, mangelnde Diversitätskompetenz im Booking. Der Club-Check macht deutlich: Gleichstellung entsteht nicht von allein, sondern braucht Haltung, Ressourcen und Veränderung. „Wer diverse Acts bucht, stärkt die Zukunftsfähigkeit der Musikstadt Hamburg“, so RockCity-Geschäftsführerin Andrea Rothaug. Die Studie – getragen von musicHHwomen* und RockCity – ist kein Fingerzeig auf die Clubs, sondern eine Einladung, Clubkultur, gerechter, reicher und zukunftsfähiger zu machen und Gendergerechtigkeit als künstlerischen Motor zu begreifen.


